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Kinderlebensmittel – sinnig oder unsinnig

 

Kinderwurst, Nimm 2, Fruchtzwerge & Co. – wer kennt sie nicht? Dies sind Lebensmittel speziell für Kinder und die Werbung verspricht Gesundheit und eine extra Portion Milch wie auch Vitamine und Mineralstoffe. Sie propagieren, gut und wertvoll zu sein – sinnig oder unsinnig?

 

Fruchtzwerge, Bärenwurst, „Winni – Wurst“, Kinderkornflakes und Co. sind gesund, voller wichtiger Vitamine und Mineralstoffe und sorgen für eine gute Gesundheit, behaupten Werbung und Hersteller. Die Werbeindustrie hat sich zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorgen, dass Kinder „ihre“ Lebensmittel auf Anhieb erkennen und auch darauf bestehen. Die Werbung gibt pro Jahr Unmengen an Werbeetat aus, um ihre neue Kundschaft professionell „heran zu ziehen“.

 

Kinderlebensmittel sind für Kinder ab 3 Jahren bestimmt und unterliegen den normalen Lebensmittelbestimmungen, wohingegen Nahrungsmittel für Kinder unter 3 Jahren der „Diätverordnung“ unterliegen. Hier sind strenge Bestimmungen einzuhalten.

Den Eltern wird suggeriert, dass die Kinderlebensmittel ihren Kindern gut tun und für die Gesundheit wichtig sind. Dennoch weißen diese Lebensmittel gravierende Nachteile auf.

 

- Sie sind viel zu süß

 

Kinderlebensmittel enthalten oft viel mehr Zucker, als vergleichbare andere Lebensmittel. Da Kinder in diesem Alter auf den Geschmack „süß“ „programmiert“ sind, macht die Industrie sich genau das zu nutze. Um dieser Kritik zu entgehen, werden Kinderlebensmittel mit Aufschriften wie „ ohne Kristallzucker“ versehen, und stattdessen Fruchtzucker oder Traubenfruchtzucker wie auch Sirup verwendet. Leider sind auch diese Zutaten eine Zuckerform die genauso kalorienreich und ungesund sind. Gerade die Zugabe von Fruktose steigert nachweislich die Blutfettwerte bei Kindern. Die Verwendung von Süßstoffen ist ebenfalls problematisch, da sie zwar kalorienärmer sind aber die Präferenz des Geschmackes „süß“ fördern und die Kinder genau auf diesen Geschmack weiterhin „programmiert“ werden. Wenn man bedenkt, dass in einem „Paula – Pudding“ schlappe 6 Würfelzucker enthalten sind und das pro Becher, kann man sich den gesamten Zuckergehalt pro Tag leicht ausrechnen.

 

- Zu viele und ungünstige Fette

 

Zu viele gesättigte und zu wenig ungesättigte Fettsäuren befinden sich in Kinderlebensmitteln. Diese Zusammensetzung der Fette und ungünstig für den Organismus und das Herz – Kreislauf – System. Außerdem enthält ein beworbenes „Pausenfrühstück“ meist bis zu einem Drittel der empfohlenen Tagesration an Fett – da bleibt für den Rest des Tages nicht mehr viel Spielraum.

 

- Überflüssige Vitamine und Mineralstoffe

 

Viele Kinderlebensmittel werden mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert, weil die während der Produktion verloren gegangen seien. Auf diese Weise werden die Empfohlenen Tagesdosen meist überschritten: fettlösliche Vitamine können gespeichert werden und zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Kopfschmerzen und Übelkeit sind nur einige Symptome. Eine normale und ausgewogene Ernährung macht die Versorgung mit angereicherten Lebensmittel unnötig – und gesünder.

 

- Bedenkliche Zusatzstoffe

 

In Kinderlebensmitteln finden sich leider immer noch viele bedenkliche Zusatzstoffe, die im Verdacht stehen ( und teilweise klar bewiesen werden konnten ) Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Verhaltensprobleme zu verursachen. Man kann in diesen Lebensmitteln eine breite Palette von Aromastoffen, Zusatzstoffen, Emulgatoren und Geschmacksverstärker finden. Auch die Aufschrift „natürlich“ hat nicht viel zu sagen, da diese Zusatzstoffe immer noch industriell hergestellt werden. Es konnte in neuen Studien bewiesen werden, dass genau diese Zusatzstoffe wie Unruhe, Aufmerksamkeitsstörungen, Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität und Schlafstörungen verursachen können.

 

- Viel teurer

 

Gerade Kinderlebensmittel sind teurer als normale Lebensmittel. Hier tut sich der Verdacht auf, dass gerade mit und über die Kinder Geld verdient wird und dies eine sichere Einnahmequelle darstellt.

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund und die Organisation Footwatch haben unabhängig voneinander 1512 Artikel untersucht. Die Ergebnisse waren mehr als ernüchternd.

 

www.gesundheitsberatung-stormarn.com

https://www.edudip.com/a/46460

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